HACHMANNKAI HAMBURG.

Bauherr:
Hamburg Port Authority (HPA)

Leistungen WK Consult:
Objektplanung § 43(1-3, teilw.4, 6), HOAI
Tragwerksplanung § 51 (2-4, 6), HOAI
Tauch- und Holzpfahluntersuchungen der Uferwand inkl. Probenentnahmen

Die Hamburg Port Authority (HPA) plant den Neubau einer Kaimauer am Hachmannkai, um die bestehende, abgängige Kaianlage zu ersetzen. Die Kaimauer am südlichen Hachmannkai wurde im Jahre 1910 gebaut und besteht aus einer auf Holzpfählen gegründeten Schwergewichtswand aus unbewehrtem Beton mit einer Verblendung aus Basaltstein. Bedingt durch das Baujahr steht die gesamte Kaimauer am südlichen Hachmannkai unter Denkmalschutz. Der Kaimauerüberbau ist bis zu 6,4 m hoch und hat an der Kaikante eine planmäßige Höhe von + 5,70 m. Der Überbau ist landseitig getreppt ausgeführt. Die Gründungselemente sind gemäß den Ergebnissen der durchgeführten Holzuntersuchungen intakt. Die Beprobung zeigt, dass die Hölzer an den Untersuchungsstellen kaum Schäden aufweisen.

Die Aufgabe.

Vor der bestehenden Kaimauer wird eine kombinierte Spundwand aus Stahl vorgesetzt. Die Spundwand wird im Boden voll eingespannt und zusätzlich durch Mikropfähle (Kleinverpresspfähle) einfach rückverankert. Zur Durchführung der Mikropfähle durch die bestehende Kaimauer werden Kernbohrungen vorgesehen. Die planmäßige Oberkante der Kaimauer liegt bei +5,70 mNHN, d. h. diese wird bei sehr schweren Sturmfluten geflutet. Die Hafensohle im Bereich liegt bei -7,80 mNHN, die Berechnungstiefe unter Berücksichtigung der vorgegebenen Ausbaureserve bei -12,80 mNHN. 

Die neue Kaimauerlänge beträgt ca. 465 m, der gerade Abschnitt zum Roßhafen ca. 420 m. Auf den nördlichen 20 m im Roßhafen wird die Spundwand frei auskragend als Flügelwand geführt. Die Kaimauer besteht aus einer kombinierten Spundwand bestehend aus Doppeltragbohlen DB HZ 1080 M A-26 (System Arcelor) in der Stahlgüte S355 GP und nach innen angeordnete Zwischenbohlen als Doppelbohle AZ 26-700 ebenfalls in der Stahlgüte S355 GP. Die Absetztiefe der Tragbohlen liegt zwischen -25,50 mNHN und -28,00 mNHN, die der Zwischenbohlen einheitlich bei -16,80 mNHN. Die Tragbohlen werden in Bohrlöcher analog einer Bohrpfahlherstellungmit einem Durchmesser von 2,00 Metern im Bereich des Roßhafens und von 1,80 Metern im Bereich des Roßkanals eingestellt und der Fuß bis zu einer Höhe von -18,00 mNHN im Bereich des Roßhafens und -15,00 mNHN im Bereich des Roßkanals im Kontraktorverfahren ausbetoniert. Oberhalb des Betonfußes wird Sand als Bodenersatz eingebracht. 

Als Rückverankerung werden Mikropfähle vorgesehen, die stahlbaumäßig an die Tragbohlen auf in der Regel +4,2 mNHN gelenkig angeschlossen werden. Die Spundwand erhält einen Stahlbetonholm mit einer Höhe von 2,50 m und einer Breite von 1,75 m, der auf die Spundwand aufbetoniert wird. Der Stahlbetonholm steht wasserseitig 25 cm seitlich über die Spundwand hinaus. Die Tragbohlen binden nach Erfordernissen in der Regel 1,40 m in den Holm ein, die Zwischenbohle 15 cm.

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